Monsieur Claude und seine Töchter

Originaltitel:
Qu’est-ce qu’on a fait au Bon Dieu?

Produktionsland:
Frankreich

Erscheinungsjahr:
2014

Genre:
(französische) Komödie

Handlung (Quelle)
Claude und Marie Verneuil aus Chinon sind stolze Eltern von vier erwachsenen Töchtern. Zum Leidwesen von Claude, einem Notar und bekennenden konservativen Gaullisten, heiraten drei seiner Töchter keine katholischen Franzosen. Die älteste Tochter Odile ist mit dem erfolglosen jüdischen Geschäftsmann David liiert, Isabelle hat sich mit dem algerischstämmigen muslimischen Rechtsanwalt Rachid vermählt, und Ségolène ist Ehefrau des chinesischstämmigen Bankers Chao Ling. Claudes letzte Hoffnung, doch noch einen standesgemäßen Schwiegersohn zu bekommen, ruht nun auf der jüngsten Tochter Laure. Stets wenn Familienfeiern anstehen, überkommen die Verneuils ihre Vorurteile gegenüber den Schwiegersöhnen, etwa anlässlich der Beschneidung von Claudes Enkel Benjamin. Aber auch die Schwiegersöhne hegen gegeneinander Vorurteile.

Frieden scheint erst einzukehren, als Claude und Marie ihre Töchter und Schwiegersöhne einladen, Weihnachten gemeinsam auf ihrem Anwesen zu verbringen. Dort entschuldigt sich der Schwiegervater, wodurch auch David, Rachid und Chao zusammenfinden. Schließlich begleiten sie sogar die Familie zur katholischen Messe.

Kurz vor der Abreise eröffnet die vierte Tochter Laure ihren Eltern, dass sie beabsichtigt, einen katholischen Schauspieler namens Charles zu heiraten. Die anfängliche Freude von Claude und Marie weicht Entsetzen, als sich der zukünftige Schwiegersohn als Schwarzer von der Elfenbeinküste entpuppt. Da Claudes Schwiegersöhne neuen Streit befürchten, versuchen sie, angestachelt von ihren Ehefrauen, die Heirat zu hintertreiben, indem sie Charles beschatten und kompromittierende Bilder mit einer Schwarzen machen, bei der es sich allerdings um dessen Schwester Viviane handelt. Als Marie ihre Vorurteile überwindet und sich an den Hochzeitsvorbereitungen aktiv beteiligt, droht Claude mit der Scheidung, was Laures Schwestern in helle Aufregung versetzt.

Laures zukünftiger Schwiegervater André entpuppt sich als Pendant zu Claude. Der ehemalige Offizier ist voller Vorurteile gegenüber den Weißen im Allgemeinen und den ehemaligen französischen Kolonialherren im Speziellen. Demonstrativ reist er, der sonst stets Anzug trägt, im traditionellen afrikanischen Gewand Boubou an. Zusammen mit Claude versucht er, die Hochzeit zu verhindern. Bei einer Angelpartie am Vortag der Hochzeit feiern Claude und André den Fang eines kapitalen Fisches in einem Restaurant mit einer Flasche Calvados. Schließlich werden die beiden Betrunkenen von der Gendarmerie in Gewahrsam genommen. Die verzweifelte Laure will die Hochzeit platzen lassen und besteigt den Zug nach Paris, wird jedoch von Claude und André aufgehalten und ihrem in der Kirche wartenden Charles zugeführt.

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Bewertung
An und für sich habe ich keine großartigen Probleme mit französischen Filmen beziehungsweise Filmkomödien. Meistens empfinde ich sie auch als ganz lustig und schmeiße mich geradezu weg vor lachen. Gerade ältere Filme, wie jene mit Louis de Funes sind wirklich urkomisch und sorgen dafür, dass mir vor Lachen die Augen Tränen oder meine Schenkel geradezu durchgeklopft werden.

Leider ist dies hier nicht der Fall. Ich sage bewusst leider. Ich gebe zu, dass ich den Film eher nur so nebenbei mitbekam, während meine Mitbewohnerin ihn eingeworfen hatte, damit wir etwas Hintergrundbeschallung haben. Dennoch bekam ich die Handlung soweit mit.

Ich kann diesem Film keine wirklich großartige Bewertung geben. Ich empfand viele Szenen eher als nervend und überzogen. Besonders alles, was irgendwie mit den ganzen Klischees gegenüber anderen Religionen und Bevölkerunsggruppen zu tun hatte. Mal so ein Witz am Rande ist ja noch ganz witzig, aber wenn eine ganze Familienfeier plötzlich daraus besteht oder ein ganzes Weihnachtsessen oder eben die Tage vor der Hochzeit im Sommer… Nee, nicht mit mir.

Mein Fall war der Film ehrlich gesagt nicht so ganz. Klar, das Happy End ist toll am Ende und Hurra, die beiden Väter raufen sich zusammen und die Hochzeit kann doch stattfinden und Hooraaay, everybody is happy in the end… Aber trotzdem wirkte das ganze auf mich einfach zu platt, plump und… na ja, überhaupt nicht bis nur sehr wenig lustig. Sorry, aber ich kann nur 2 Sternchen von fünf vergeben. Und die sind eigentlich auch shcon zuviel für meinen Geschmack.

voller sternvoller sternleerer sternleerer sternleerer stern

Mag sein, dass ich in den heutigen politischen Zeiten einfach zu empfindlich bin. Das ändert aber vermutlich nichts daran, dass ich ihn nicht wirklich lustig fand.

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